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Energieeffizienz und erneuerbare Energien für private Haushalte.
Zum Ende der ersten August-Woche gibt es eine relevante bürokratische Gesetzesentscheidung auf Bundesebene, die künftige Sanierungs- und Nachrüstprojekte (insbesondere den sommerlichen Überwärmungsschutz) betrifft.
Die Bundesregierung hat im Ministerrat am 5. August den Beschluss gefasst, Hitzeschutzmaßnahmen (wie den nachträglichen Einbau von Außenjalousien, Rollläden und Verschattungen) im Wohnrecht drastisch zu vereinfachen (BMWKMS). Der entsprechende Gesetzesentwurf von Wohn- und Justizministerium soll bis zum Herbst vorliegen und soll Nachrüstungen ohne jahrelange Blockaden in Eigentums- und Mietobjekten ermöglichen.
Bei der Salzburger Sanierungsförderung gilt weiterhin die strenge Verfahrensvorschrift: Die Online-Registrierung über das ZEUS-Portal muss verpflichtend VOR der ersten Auftragserteilung an den ausführenden Handwerksbetrieb erfolgen (Land Salzburg). Aufträge mit einem Erteilungsdatum vor dem Registrierungszeitpunkt verpuffen jeglichen Förderanspruch.
Sämtliche Direktzuschüsse der Sanierungsoffensive 2026 (Sanierungsbonus für Gebäudehüllen sowie Kesseltausch / Sauber Heizen für Alle) sind wegen der vollständigen Budgetausschöpfung der 360-Millionen-Euro-Tranche für Neuanträge im Jahr 2026 geschlossen (Umweltförderung / KPC; BMLUK). Registrierte Altanträge werden regulär abgearbeitet.
Handwerkerbonus PLUS: Unbürokratischer 20 % Direktzuschuss auf reine Arbeits- und Lohnkosten bei Renovierung, Erhaltung und Sanierung (maximal 2.000 € Förderung pro Person und Kalenderjahr) (INFINA).
PV-Umsatzsteuer-Nullsatz: Dachanlagen bis 35 kWp auf Wohngebäuden werden weiterhin direkt mit 0 % MwSt. auf der Handwerkerrechnung ausgewiesen (VERBUND).
| Bundesland / Ebene | Hauptfokus Neubau | Hauptfokus Sanierung | Wichtige Vorgaben & Quellen |
|---|---|---|---|
| Bund (KPC) | Keine Direktförderung | ❌ Antragsstopp: Sanierungsbonus & Kesseltausch 2026 geschlossen. | Nur Altantragsbearbeitung. Handwerkerbonus PLUS (20 % Lohnkostenzuschuss) aktiv (Sanierungsoffensive; BMLUK). |
| Salzburg | Modellabhängig | Sanierungsförderung: Direktzuschuss (bis 25 %) für Barrierefreiheit, Lift u. a. | Aktiv seit 1. Aug.: Pflicht zur Registrierung im ZEUS-Portal vor Auftragserteilung (Land Salzburg). |
| Niederösterreich | Eigenheimförderung: 1 % Fixzins-Darlehen (Laufzeit bis 34,5 Jahre). | Eigenheimsanierung: 4 % Annuitätenzuschuss (mit/ohne Energieausweis), max. 600 € / m² anerkennbar. | Beratung an BH-Außenstellen oder unter Tel. 02742/22133 (Land NÖ; Energie NÖ). |
| Burgenland | Wohnbauförderung: 0,9 % Fixzins-Darlehen (30 Jahre Laufzeit). | Sonderwohnbauaktion: Zinsgünstiges Darlehen für fossilen Heizungsausstieg. | Sanierungsobjekte müssen mindestens 20 Jahre alt sein (Land Burgenland; INFINA). |
| Tirol | Wohnbauscheck / Kredit: 18.900 € Direktzuschuss oder bis zu 54.000 € Kredit. | Sanierungs-Offensive: Bis zu 25 % Einmalzuschuss + Ökoboni (bis zu 20.350 €). | Einkommensgrenze Haushalt (2 Personen): 6.300 € Netto/Monat (Land Tirol). |
| Oberösterreich | Eigenheim-Aktion 1,5 %: Zinszuschuss über Landesbank (für 10 Jahre fix). | Fenster-/Türentausch: 15 % Zuschuss bei Wohngebäuden (Alter > 20 Jahre). | Freistehende Einfamilienhäuser im Neubauprogramm weiterhin ausgenommen (Land OÖ). |
| Steiermark | Wohnbaudarlehen: Fixzins-Modelle via Landesstützung. | Große Eigenheimsanierung: Ankauf + Sanierung mit bis zu 30 % / max. 24.000 € Zuschuss. | gekoppelt an anschließendes Sanierungskonzept (Wohnbau Steiermark). |
| Kärnten | PV-Kombi-Pflicht: Keine Förderung für reine PV-Anlagen. | Kärntner Sanierungs-Euro: Direktzuschuss basierend auf Energieeinsparung. | 3.000 € Pauschale bei Kombi aus PV (≥ 5 kWp) und Speicher (≥ 5 kWh) (Land Kärnten). |
| Vorarlberg | Landesdarlehen: 30.000 € Basisförderung + Öko-/Kinderaufschläge. | Sanierungsdarlehen: Bis zu 1.700 € / m² Nutzfläche (max. 100.000 € Kredit). | Reine Kreditförderung. Einkommensgrenze (2 Personen): 7.000 € Netto/Monat (Energieinstitut Vorarlberg). |
| Wien | Wohnungsvergabe NEU: Digitale Registrierung auf mein.wohn-ticket.wien.at. | Investitionszuschuss: Bis zu 35 % für Heizungsumrüstungen im Geschossbau. | Schwerpunktausrichtung auf mehrgeschossigen Wohnbau (Wiener Wohnen). |
Strikte Rechnungstrennung vereinbaren: Da auf Bundesebene derzeit der Handwerkerbonus PLUS der wichtigste Direktzuschuss ist, vereinbare vorab mit ausführenden Betrieben eine saubere Rechnungsaufschlüsselung (INFINA).
Arbeits- und Anfahrtskosten müssen getrennt von Material- und Entsorgungskosten ausgewiesen werden. So kann der 20 % Zuschuss für die Arbeitsleistung reibungslos beantragt werden, während Material- und Gerätekosten über die zinsgestützten Landesdarlehen finanziert werden.
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Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt: Der Fördermarkt ist kein statisches System, sondern extrem volatil. Abwarten kostet oft bares Geld.
Die "Goldgräberstimmung" der Jahre 2023 und 2024 mit historischen Höchstförderungen (z.B. bis zu 42.000 € Kombi-Förderung) ist vorbei. Wer auf noch bessere Konditionen gewartet hat, zahlt heute drauf.
Fördertöpfe schließen oft extrem kurzfristig. Beispiele aus dem Mai 2026: Die EAG-Photovoltaik-Frist endete am 11. Mai, der Steirische Sonderbonus hart am 15. Mai. Zögern bedeutet hier Förderverlust.
Selbst bei aktiven Programmen wie "Raus aus Öl und Gas" schwinden die Mittel rasant: Allein zwischen dem 13. und 18. Mai 2026 flossen fast 8 Millionen Euro aus dem Bundesbudget ab.
Zum Monatswechsel auf den 1. August gab es eine entscheidende Stichtagsänderung im Bundesland Salzburg, während die bundesweiten Rahmenbedingungen nach der Sommerkonsolidierung unverändert bleiben.
Salzburger ZEUS-Registrierung vor Auftragserteilung zwingend. Sanierungsbonus & Kesseltausch des Bundes bleiben gesperrt.
Das Fördergefüge in Österreich hat sich vollständig gefestigt. Hauptsäulen sind steuerliche Erleichterungen des Bundes und zinsgestützte Landesdarlehen.
Der Sanierungsbonus und Kesseltausch bleiben für Neuanträge 2026 gesperrt. Handwerkerbonus PLUS und PV-Nullsteuersatz sind weiterhin aktiv.
Nach dem Ende der Gebührenbefreiungen und dem Ausschöpfen des 2. EAG-Calls konsolidiert sich der Markt. Die Hauptlast der Finanzierung liegt auf Landesdarlehen.
Die regulären 1,1 % Grundbuch- und 1,2 % Pfandrechtseintragungsgebühr gelten wieder. Bundes-Hüllförderung bleibt gesperrt, PV-Nullsteuersatz bleibt aktiv.
Am 30. Juni sind sowohl die zweijährige Grundbuch-Gebührenbefreiung als auch der 2. EAG-Photovoltaik-Call offiziell ausgelaufen. Private Bauherren müssen sich nun auf Landesprogramme stützen.
2,3 % zusätzliche Nebenkosten durch das Ende der Befreiung. 90 % der privaten EAG-Anträge enthielten Speicher. PV-Steuerbefreiung (0 % MwSt.) bleibt.
Die zweijährige befristete Befreiung von den Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühren läuft unwiderruflich aus. Es zählt das elektronische Einlangen.
Projekte müssen bis morgen Nacht finalisiert werden. Technische Daten und NZB im OeMAG-Portal hochladen.
Der PV-Investitionszuschuss-Call (12 Mio. € Budget, First come, first served) startet am 16. Juni.
Für europäische PV-Komponenten gibt es einen Zuschlag von 10 % auf den Investitionszuschuss.
Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühren läuft am 30. Juni unwiderruflich aus.
Die Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühren läuft definitiv mit 30. Juni 2026 aus. Anträge müssen im Juni beim Gericht einlangen.
Während der Sanierungsbonus gesperrt ist, bleibt der Kesseltausch aktiv. Für Wärmepumpen gibt es weiterhin bis zu 7.500 € (max. 30 % Quote).
Das steirische Baukastensystem läuft. Fenster tauschen oder dämmen bringt je nach Anzahl kombinierter Maßnahmen 10 % bis 30 % Direktzuschuss.
Seit dem 1. Juni läuft in der Steiermark das neue, modulare Baukastensystem. Je mehr thermische Maßnahmen du kombinierst, desto höher der Zuschuss (10 % bis 30 %).
Der Sanierungsbonus für thermische Sanierung ist für Neuregistrierungen seit dem 2. Februar dauerhaft geschlossen. Es bleiben Länderschienen.
Der Tausch auf erneuerbare Systeme ist voll aktiv. Für Wärmepumpen gibt es weiterhin bis zu 7.500 € (max. 30 % Quote).
Die Nachfrage nach der Aktion "Raus aus Öl und Gas" zieht durch das milde Frühlingswetter spürbar an. Für den Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmepumpe winken weiterhin bis zu 7.500 € Förderung.
Seit dem Ende des ersten EAG-Investitionszuschuss-Calls am 11. Mai verbleiben noch knapp drei Wochen bis zum Start des 2. Fördercalls am 16. Juni 2026. Nullsteuersatz bleibt primäre Option.
Nach dem Auslaufen des befristeten Sonder-Sanierungsbonus am 15. Mai laufen im Land Steiermark die IT-Vorbereitungen auf Hochtouren. Am 1. Juni 2026 startet offiziell der neue "Sanierungspass".
Für die Bundes-Aktion "Kesseltausch 2026" (Raus aus Öl und Gas) sind für das laufende Jahr noch ca. 70,30 Mio. € im Topf. Der Abfluss ist stabil hoch. Privatpersonen erhalten weiterhin bis zu 7.500 €.
Der erste große EAG-Fördercall ging am 11. Mai zu Ende. Wer diesen verpasst hat, kann sich auf den 2. Fördercall (16. Juni bis 30. Juni 2026) vorbereiten. Nullsteuersatz bis 35 kWp weiterhin attraktiv.
Nachdem der befristete Sonder-Sanierungsbonus für Altfälle am 15. Mai ausgelaufen ist, steht nun alles in den Startlöchern für den neuen "Sanierungspass" ab 1. Juni 2026 (10 % bis 30 % Zuschuss).
Während für die thermische Hülle auf Bundesebene nichts mehr geht, ist der Kesseltausch 2026 voll aktiv. Bis zu 7.500 € Förderung (gedeckelt mit max. 30 % der Kosten).
Die Frist für den "Sonder-Sanierungsbonus (15 %)" für Altfälle ist am 15. Mai abgelaufen. Vorbereitung für neuen "Sanierungspass" (1. Juni).
Der erste EAG-Call ging am 11. Mai zu Ende. Der 2. Fördercall startet am 16. Juni 2026. Nullsteuersatz bis 35 kWp weiterhin aktiv.
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