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Energieeffizienz und erneuerbare Energien für private Haushalte.
(Stand: Montag, 6. Juli 2026).
Nachdem mit dem 30. Juni die befristeten Erleichterungen des Bundes-Wohnbaupakets (Gebührenbefreiung) sowie der stark nachgefragte 2. EAG-Photovoltaik-Fördercall ausgelaufen sind, hat sich die Struktur zu Beginn dieser ersten vollen Juli-Woche spürbar konsolidiert. Da am freien Bankenmarkt für Fixkredite aktuell Zinssätze zwischen 3,3 % und 3,9 % effektiv aufgerufen werden, ruht die Hauptlast der Neubau- und Sanierungsfinanzierung ab heute vollständig auf den Zinsbremsen der Bundesländer sowie den verbleibenden Bundesprogrammen wie dem Kesseltausch und dem Handwerkerbonus PLUS (INFINA).
Seit dem Verstreichen der Frist müssen private Käufer bei neuen Grundbuchsanträgen die Gebühren wieder vollständig einpreisen. Es gelten flächendeckend wieder die regulären 1,1 % für die Grundbucheintragung sowie 1,2 % für die Pfandrechtseintragung (BMF / Zweckzuschüsse). Bei einem Standard-Immobilienerwerb bis 500.000 € entspricht dies bis zu 11.500 € an zusätzlichen Spesen.
Das Einreichfenster der OeMAG für die 12-Millionen-Euro-Tranche ist geschlossen, die offizielle Reihung läuft im Hintergrund (EAG-Abwicklungsstelle). Wer leer ausging, blickt auf den 3. Call ab dem 8. Oktober 2026 (VERBUND). Wichtig für den privaten Hausbau: Der Umsatzsteuer-Nullsatz (0 % MwSt.) für PV-Anlagen bis 35 kWp bleibt als unbürokratische Erleichterung direkt auf der Handwerkerrechnung bestehen (VERBUND).
Für die thermische Sanierung der Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Dach) von Einfamilienhäusern gilt auf Bundesebene weiterhin der seit dem 2. Februar verhängte Antragsstopp wegen Budgeterschöpfung (Österreich.gv.at). Der Bundes-Kesseltausch (Raus aus Öl und Gas, bis zu 7.500 € für Wärmepumpen) läuft hingegen uneingeschränkt weiter (WKO / Sanierungsoffensive).
| Bundesland / Bund | Fokus Neubau (Juli-Konditionen) | Fokus Sanierung (Juli-Konditionen) | Wichtige Einschränkung & Quelle |
|---|---|---|---|
| Bund (KPC) | Keine Direktförderung | Kesseltausch: Bis zu 7.500 € für Wärmepumpen, max. 8.500 € für Holz/Pellets. | Max. 30 % Investitionssumme. Thermischer Hüllbonus für Einfamilienhäuser weiterhin gesperrt (Umweltförderung). |
| Tirol | Objektförderung: Frisch beschlossener 142,5 Mio. € Topf für leistbaren Neubau. | Offensive: Frisch beschlossene 83 Mio. € zur Senkung von Betriebskosten. | Einkommensgrenze (2 Personen): 6.300 € Netto (Land Tirol). |
| Niederösterreich | Eigenheimförderung: 1 % Fixzins-Darlehen (Laufzeit bis 34,5 Jahre). | Ankaufs- & Sanierungsbonus: Bis zu 20.000 € (30.000 € für Jungfamilien). | Haushalts-Einkommensgrenze (2 Personen): 82.000 € Jahresnetto (Land NÖ). |
| Oberösterreich | Eigenheim-Aktion 1,5 %: Zinszuschuss über Landesbank. | Fenster-/Türentausch: 15 % Zuschuss bei Wohngebäuden (Alter > 20 Jahre). | Freistehende Einfamilienhäuser im Neubauprogramm weiterhin ausgenommen (Land Oberösterreich). |
| Steiermark | Wohnbaudarlehen: Günstige Fixzins-Modelle dank Landesstützung. | Große Eigenheimsanierung: Gestaffelter Zuschuss (10 % bis 30 % / max. 24.000 €). | „Sanierungspass“ (seit 01.06.) als Baukastensystem. Sanierungskonzept vorab zwingend nötig (Wohnbau Steiermark). |
| Kärnten | PV-Kombi-Pflicht: Keine Landesförderung für reine PV-Anlagen. | Kärntner Sanierungs-Euro: Direktzuschuss basierend auf der Energieeinsparung. | 3.000 € Pauschale bei Kombi aus PV (≥ 5 kWp) und Speicher (≥ 5 kWh) (Land Kärnten). |
| Vorarlberg | Landesdarlehen: Basisförderung (30.000 € für EFH) + diverse Öko-Boni. | Sanierungsdarlehen: Bis zu 1.700 € / m² Nutzfläche (max. 100.000 € Kredit). | Keine Direktzuschüsse mehr, reine Darlehensschiene. Haushaltsgrenze (2 Personen): 7.000 € Netto/Monat (Energieinstitut Vorarlberg). |
Da die Bundesförderung für Dämmung und Fenstertausch ausgesetzt bleibt, bietet das im Juni novellierte Kärntner Modell einen hochinteressanten, unbürokratischen Hebel (Rekord-Fenster):
Da der Eigenkapitalbedarf durch die zurückgekehrten Gebühren wieder gestiegen ist, solltest du die geförderten Landesdarlehen (wie das NÖ 1 % Fixzinsdarlehen oder das Vorarlberger Modell) fest in deine Bankenverhandlung einplanen. Da diese Tranchen die monatliche Gesamtbelastung drastisch senken, rechnen viele Banken sie bei der Bonitätsprüfung direkt als „Eigenmittel-Ersatz“ an. Dies schont deine liquiden Mittel und sichert die Finanzierbarkeit trotz des gestiegenen Kostendrucks im Juli 2026 (Energieinstitut Vorarlberg; INFINA).
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Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt: Der Fördermarkt ist kein statisches System, sondern extrem volatil. Abwarten kostet oft bares Geld.
Die "Goldgräberstimmung" der Jahre 2023 und 2024 mit historischen Höchstförderungen (z.B. bis zu 42.000 € Kombi-Förderung) ist vorbei. Wer auf noch bessere Konditionen gewartet hat, zahlt heute drauf.
Fördertöpfe schließen oft extrem kurzfristig. Beispiele aus dem Mai 2026: Die EAG-Photovoltaik-Frist endete am 11. Mai, der Steirische Sonderbonus hart am 15. Mai. Zögern bedeutet hier Förderverlust.
Selbst bei aktiven Programmen wie "Raus aus Öl und Gas" schwinden die Mittel rasant: Allein zwischen dem 13. und 18. Mai 2026 flossen fast 8 Millionen Euro aus dem Bundesbudget ab.
Am 30. Juni sind sowohl die zweijährige Grundbuch-Gebührenbefreiung als auch der 2. EAG-Photovoltaik-Call offiziell ausgelaufen. Private Bauherren müssen sich nun auf Landesprogramme stützen.
2,3 % zusätzliche Nebenkosten durch das Ende der Befreiung. 90 % der privaten EAG-Anträge enthielten Speicher. PV-Steuerbefreiung (0 % MwSt.) bleibt.
Die zweijährige befristete Befreiung von den Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühren läuft unwiderruflich aus. Es zählt das elektronische Einlangen.
Projekte müssen bis morgen Nacht finalisiert werden. Technische Daten und NZB im OeMAG-Portal hochladen.
Der PV-Investitionszuschuss-Call (12 Mio. € Budget, First come, first served) startet am 16. Juni.
Für europäische PV-Komponenten gibt es einen Zuschlag von 10 % auf den Investitionszuschuss.
Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühren läuft am 30. Juni unwiderruflich aus.
Die Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühren läuft definitiv mit 30. Juni 2026 aus. Anträge müssen im Juni beim Gericht einlangen.
Während der Sanierungsbonus gesperrt ist, bleibt der Kesseltausch aktiv. Für Wärmepumpen gibt es weiterhin bis zu 7.500 € (max. 30 % Quote).
Das steirische Baukastensystem läuft. Fenster tauschen oder dämmen bringt je nach Anzahl kombinierter Maßnahmen 10 % bis 30 % Direktzuschuss.
Seit dem 1. Juni läuft in der Steiermark das neue, modulare Baukastensystem. Je mehr thermische Maßnahmen du kombinierst, desto höher der Zuschuss (10 % bis 30 %).
Der Sanierungsbonus für thermische Sanierung ist für Neuregistrierungen seit dem 2. Februar dauerhaft geschlossen. Es bleiben Länderschienen.
Der Tausch auf erneuerbare Systeme ist voll aktiv. Für Wärmepumpen gibt es weiterhin bis zu 7.500 € (max. 30 % Quote).
Die Nachfrage nach der Aktion "Raus aus Öl und Gas" zieht durch das milde Frühlingswetter spürbar an. Für den Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmepumpe winken weiterhin bis zu 7.500 € Förderung.
Seit dem Ende des ersten EAG-Investitionszuschuss-Calls am 11. Mai verbleiben noch knapp drei Wochen bis zum Start des 2. Fördercalls am 16. Juni 2026. Nullsteuersatz bleibt primäre Option.
Nach dem Auslaufen des befristeten Sonder-Sanierungsbonus am 15. Mai laufen im Land Steiermark die IT-Vorbereitungen auf Hochtouren. Am 1. Juni 2026 startet offiziell der neue "Sanierungspass".
Für die Bundes-Aktion "Kesseltausch 2026" (Raus aus Öl und Gas) sind für das laufende Jahr noch ca. 70,30 Mio. € im Topf. Der Abfluss ist stabil hoch. Privatpersonen erhalten weiterhin bis zu 7.500 €.
Der erste große EAG-Fördercall ging am 11. Mai zu Ende. Wer diesen verpasst hat, kann sich auf den 2. Fördercall (16. Juni bis 30. Juni 2026) vorbereiten. Nullsteuersatz bis 35 kWp weiterhin attraktiv.
Nachdem der befristete Sonder-Sanierungsbonus für Altfälle am 15. Mai ausgelaufen ist, steht nun alles in den Startlöchern für den neuen "Sanierungspass" ab 1. Juni 2026 (10 % bis 30 % Zuschuss).
Während für die thermische Hülle auf Bundesebene nichts mehr geht, ist der Kesseltausch 2026 voll aktiv. Bis zu 7.500 € Förderung (gedeckelt mit max. 30 % der Kosten).
Die Frist für den "Sonder-Sanierungsbonus (15 %)" für Altfälle ist am 15. Mai abgelaufen. Vorbereitung für neuen "Sanierungspass" (1. Juni).
Der erste EAG-Call ging am 11. Mai zu Ende. Der 2. Fördercall startet am 16. Juni 2026. Nullsteuersatz bis 35 kWp weiterhin aktiv.
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